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Trockenbau in Berlin: Worauf Privatkunden achten sollten

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Trockenbau ist die schnellste Methode, in einer Berliner Wohnung Räume neu aufzuteilen, Decken zu senken oder Akustik zu verbessern. Was einfach klingt, hat aber Fallstricke – gerade im Altbau. Dieser Ratgeber fasst die wichtigsten Punkte für Privatkunden zusammen.

1. Ständerwerk: CW 50, 75 oder 100?

Die Wanddicke bestimmt der Metallständer. In Berliner Altbauten mit 3,20 m oder mehr Deckenhöhe reicht CW 50 fast nie – ab 3,00 m sollte CW 75 eingesetzt werden, ab 3,80 m CW 100. Wer hier spart, bekommt Wände, die im Alltag zu weich sind und beim Türen schließen wackeln.

2. Einfach- oder Doppelbeplankung

Für nicht-tragende Trennwände in einer Wohnung ist eine Doppelbeplankung die Regel, nicht die Ausnahme. Sie bringt Schallschutz von rund 45 dB (statt 38 dB bei Einfachbeplankung mit Mineralwolle) und ist gegen mechanische Beanspruchung deutlich robuster. Der Aufpreis liegt bei etwa 8–12 € pro Quadratmeter Wandfläche – gut investiertes Geld.

3. Q1 bis Q4 – welche Spachtelung braucht man wirklich?

Die vier Qualitätsstufen (Q1 bis Q4) beschreiben, wie glatt die Wand am Ende ist. In der Praxis heißt das:

  • Q1: Nur für Wände, die verfliest oder mit Vorsatzschale bedeckt werden.
  • Q2: Standard für strukturierte Tapeten und normal beleuchtete Wände.
  • Q3: Empfohlen für glatte Wände, die matt gestrichen werden – in Berliner Wohnungen der sinnvolle Mindeststandard für Sichtwände.
  • Q4: Für Streiflichtwände, Hochglanzlackierungen und großformatige Kunstflächen. Kostet spürbar mehr.

4. Feuchträume: Grün ist Pflicht

In Badezimmern und Küchen ist imprägnierte grüne Gipskartonplatte (GKBI) Pflicht. In direkt spritzwasserbelasteten Zonen (hinter Dusche) sind zementgebundene Bauplatten (z. B. Aquapanel) besser. Silikonfugen zwischen Wanne und Wand sind Wartungsfugen – sie müssen alle 5–8 Jahre neu gesetzt werden.

5. Was ein seriöses Angebot enthalten muss

Ein belastbares Angebot benennt Ständerprofil und Achsabstand, die Beplankung (einfach/doppelt, Materialtyp), die Dämmung (Material und Dicke), die Spachtelqualität und die zu erwartende Bauzeit. Wer das nicht schreibt, verkauft eine Wundertüte.

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